Geplante Neuerungen im Steuerrecht 2022

Höhere Grundfreibeträge, Steuertarif

Der maßgebliche Grundfreibetrag steigt ab 1.1.2022 von € 9.744,00 auf € 9.984,00 bzw. € 19.968,00 bei Zusammenveranlagung. Die Tarifeckwerte 2022 bewegen sich in der ersten Stufe von voraussichtlich € 9.985,00 bis € 14.926,00. Die höchste Progressionszone (3. Tarifzone mit einem Steuersatz von 42 %) beginnt in 2022 ab einem zu versteuernden Einkommen von € 58.597,00). Der Reichensteuerzuschlag (plus 3 %) wird 2022 ab einem zu versteuernden Einkommen von € 277.826,00 fällig. Bei Zusammenveranlagung gelten jeweils die doppelten Beträge.

Verlängerte Reinvestitionsfristen für gebildete Investitionsabzugsbeträge

Unternehmer, die in 2017 und 2018 einen Investitionsabzugsbetrag gebildet haben, müssen hierfür in 2022 entweder das entsprechende Wirtschaftsgut anschaffen oder den Abzugsbetrag gewinnerhöhend auflösen. Coronabedingt wurden in 2021 endende Re-investitionsfristen verlängert. Für 2017 gebildete Investitionsabzugsbeträge gilt eine Reinvestitionsfrist von fünf Jahren, für in 2018 gebildete Beträge eine Frist von vier Jahren (vgl. Gesetz zur Modernisierung des Körperschaftsteuerrechts).

Höhere Freigrenze für Sachbezüge

Ab 2022 können Arbeitnehmer Sachbezüge in Höhe von € 50,00 steuerfrei vom Arbeitgeber erhalten (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG, gilt ab VZ 2022, Art 50 Abs. 7 JStG 2020). Die bisherige Freigrenze von € 44,00 wird zum Jahreswechsel um € 6,00 erhöht.

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Sozialversicherungs-Rechengrößen 2022

Für 2022 gelten folgende Beitragsbemessungsgrenzen Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung West € 7.050,00/Monat bzw. € 84.600,00/Jahr bzw. Ost € 6.750,00/Monat bzw. € 81.000,00/Jahr. Beitragsbemessungsgrenze Kranken- und Pflegeversicherung (West und Ost) € 4.837,50/Monat bzw. € 58.050,00/Jahr. Die Versicherungspflichtgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung beträgt (unverändert) € 5.362,50/Monat bzw. € 64.350,00/Jahr.

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